Südkorea
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Sprachaufenthalt in Südkorea

Mit einem riesigen Sprung von Tradition zur Moderne hat Südkorea sich international einen Namen gemacht. Als eines der stärksten Industrieländer weltweit lehrt es uns viel über Disziplin, doch bringt es uns auch eine bunte Kulturmischung aus asiatischen Bräuchen und einer experimentierfreudigen, jugendlichen Popwelt näher. 

Geografisch ist Südkorea abgegrenzt. Der südliche Teil der koreanischen Halbinsel verfügt lediglich über eine einzige Landesgrenze, über die man das Land nicht verlassen kann, da sich auf der anderen Seite das im langen Konflikt stehende Nordkorea befindet. Ansonsten ist Südkorea nur von Meer umschlossen, eingebettet zwischen Japan und China, dessen kultureller Einfluss spürbar ist. 

Zahlreiche Nationalparks, die wunderschöne Landschaften und historisches Erbe beschützen, gilt es zu entdecken. Die meisten Einwohner leben an der Westküste und im Südosten, wo du spannende Städte kennenlernen kannst, unter ihnen eine der grössten Metropolen der Welt. Lass dich mitreissen vom Lichterspiel der Einkaufsstrassen, der geheimnisvollen Atmosphäre alter Tempel und dem Schauspiel traditioneller Tänze. Bewege dich zu den Ohrwürmern weltberühmter K-Pop-Produktionen oder lausche der Stille der weiten Natur.

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Südkorea - Reiseführer

Einreisebestimmungen

DE/CH/AT

Für die Einreise nach Südkorea brauchst du einen Reisepass, der sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist, ein Rückflug- bzw. Transitticket und einen Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel. Schweizer, österreichische und deutsche Staatsangehörige können für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen visumfrei einreisen. 

Für einen Aufenthalt, der über diesen Zeitraum hinausgeht, musst du vorher ein Visum bei der zuständigen Botschaft beantragen oder kannst in Südkorea zur Ausländerbehörde gehen. 

Da die Bestimmungen sich jederzeit ändern können, raten wir dir, dich zusätzlich auch bei deiner zuständigen Botschaft oder auf http://www.mofa.go.kr/ENG/visa/application/ zu informieren.

Sicherheit

Südkorea ist zwar durch seine Konflikte mit Nordkorea als Krisengebiet bekannt, gilt aber als sicheres Reiseland. Zwischen den beiden Staaten gibt es eine vier Kilometer breite, demilitarisierte Zone, in der es öfter mal zu Spannungen kommt. Einen Einfluss auf den Tourismus hat dies aber nur in der Hinsicht, dass man von Südkorea aus nicht über die Langesgrenze in den Norden der Halbinsel reisen kann. 

Aufgrund der geografischen Lage gibt es häufiger leichte Beben, aber keine aktiven Vulkane. Auch wenn mancher es vermuten würde, gibt es in Südkorea normalerweise keine Naturkatastrophen. 

Wer länger als 90 Tage in Südkorea bleibt und bei seiner Reise vorsorgen will, kann sich trotzdem - wie in jedem Land - bei der Deutschen Botschaft in Seoul anmelden und eine Kontaktadresse für den Krisenfall hinterlassen. Nähere Informationen findest du auf dieser Internetseite: www.seoul.diplo.de
 

Zu beachtende strafrechtliche Vorschriften

Einige oft unterschätzte Vorschriften sollte man auf jeden Fall beachten. Es gilt ein striktes Verbot militärische Einrichtungen zu fotografieren und schon der Besitz geringer Mengen "weicher" Drogen wird strafrechtlich verfolgt. Ein Verstoss kann schwerwiegende Folgen haben.

Gesundheit

Für Reisen nach Südkorea sind keine Impfungen vorgeschrieben. Trotzdem empfehlen wir dir, die Standardimpfungen gegebenenfalls aufzufrischen: Diphtherie, Tetanus, Polio & MMR.
Für erste allgemeine Informationen rund um die Gesundheit empfehlen wir dir Safetravel.ch. Hilfreich kann auch Fit-for-travel.de sein.

Geld und Preise

Geld wechseln kannst du natürlich am Flughafen, aber auch bei allen Banken und grösseren Hotels. In den Städten gibt es ausserdem Wechselstuben und an den meisten Geldautomaten kannst du mit einer Kreditkarte abheben. Erkundige dich vorher über die Bestimmungen deiner Bank. Meistens kann man in Geschäften und Restaurants auch direkt mit der Kreditkarte bezahlen. 

Preisniveau:
Übernachtung im Hostel: ca. 12.000 - 15.000 Won (9-11 EUR)
Mittagsmenu: ca. 5.000 Won (4 EUR)

Trinkgeld

Das Geben von Trinkgeld wird in Südkorea als Almosen angesehen und ist daher eine unhöfliche Geste. Oft ist eine Servicepauschale in der Rechnung inbegriffen. Sollte dies nicht der Fall sein, ist trotzdem davon abzuraten ein Trinkgeld zu geben. 

Stromspannung und Steckdosen
  • 220 V (wie in Europa)
  • Europäischer Stecker mit zwei runden Metallstiften
Transport

Um sich innerhalb Südkoras fortzubewegen, gibt es den KORAIL Pass. Diesen kann man von zu Hause aus bestellen und sich die Bestätigung ausdrucken, die man dann am Incheon Flughafen oder Bahnhof Seoul oder Busan in den eigentlich Pass umtauscht. Der Pass erlaubt dir unbegrenzte Fahrten in vielen Zügen für einen Zeitraum von maximal sieben Tagen. Eine weitere beliebte Fortbwegungsmöglichkeit sind die Busse, welche die wichtigsten Städte miteinander verbinden und mehrmals am Tag fahren.

Religion

Aufgrund der allgemeinen Religionsfreiheit gibt es keine offizielle Staatsreligion. Die meisten Mitglieder haben der Buddhismus und das Christentum, wobei es sich hauptsächlich um Angehörige des evangelischen Glaubens handelt. Auch den Einfluss des Konfuzianismus erkennt man noch in einigen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, es gibt allerdings kaum mehr Südkoreaner, die sich dieser Weltanschauung zuordnen würden. 

Klimatische Besonderheiten

Südkorea liegt in der gemässigten Klimazone, weist jedoch einige Besonderheiten auf. So kommen zum Beispiel zwischen Ende Juli und Anfang September gehäuft Taifune vor, diese sind aber oft schon sehr abgeschwächt, wenn sie das Festland erreichen. Von März bis Mai sollte man damit rechnen, dass ein feiner, gelblicher Wüstenstaub in der Luft liegt, welcher aus der Wüste Gobi herüberweht. 

Verhaltensregeln

Höflichkeit wird in Südkorea gross geschrieben, daher ist es gut, sich vor der Reise über allgemeine kulturelle Verhaltensregeln zu informieren. Die offene und freundliche Bevölkerung freut sich sehr, wenn Ausländer sich bemühen, ihnen diesen Respekt zu erweisen. Fehler können immer passieren und sind keineswegs ein Weltuntergang. 
Es ist wichtig zu wissen, dass man immer die Schuhe ausziehen muss, wenn man ein Haus betritt und Älteren gegenüber Respekt erweist, wie zum Beispiel das Anbieten deines Sitzplatzes im Bus. Ansonsten gibt es noch kleine Gesten, die man beachten sollte, wie die generelle Meidung der Benutzung der linken Hand im Kontakt mit anderen. Sie gilt als unrein. Geschenke hingegen sollten immer mit beiden Händen übergeben werden und beim überreichen von Geld umfasst man mit der linken Hand den rechten Ellenbogen. Dem gleichen Prinzip folgend wird oft das rechte Handgelenk von der linken Hand umfasst, wenn man jemandem die Hand schüttelt. Im Allgemeinen gilt jedoch die Verbeugung als Begrüssungsformel. 

Bei Gesprächen mit weniger vertrauten Personen sollten Themen wie Nordkorea, Kommunismus und die japanische Besatzung gemieden werden. 

Essgewohnheiten und Spezialitäten

Die koreanische Küche hat für den europäischen Gaumen sehr interessante Gerichte und teilweise auch wahre Kuriositäten zu bieten. Kimchi, eine scharfe Gemüsebeilage, ist von fast keinem Gericht wegzudenken. Wie auch in anderen aisatischen Ländern wird ansonsten viel Reis verwendet, wie zum Beispiel für Kimbab (Reis und Gemüse eingerollt mit Seetang). Oft werden dem Reis auch andere Hülsenfrüchte hinzugeschmischt und dies wird mit Fleich oder Fisch in verschiedensten Zusammensetzungen kombiniert. Ausserdem sind die Koreaner absolute Suppenfans, auch an warmen Tagen. Dann wird gerne eine kalte Nudelsuppe gegessen (Naengmyeon). In der Nähe des Meeres findet man tolle Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten, von dessen Frische man sich mit eigenen Augen auf dem Fischmarkt überzeugen kann. 
Abenteuerlich wird es bei Schmetterlingslarveneintopf (Bondaegi) und dem Verzehr von Meereswürmern. Probieren kannst du natürlich alles, doch auch ohne solch exotische Zutaten gibt es jeden Tag ein neues, leckeres Gericht zu entdecken. Vergiss auf deinem kulinarischen Abenteuer nur nicht die koreanische Vorliebe für die Verwendung von Chili. 

Rauchen

In Südkorea wird das Rauchen nicht gerne gesehen. Auf öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Räumen, Transportmitteln, Restaurants und Bars ist es untersagt und wird mit Geldstrafen geahndet. Angeblich wird die Bevorzugung von Nichtrauchern sogar teilweise in die Geschäftspolitik inkludiert. 

Feiertage

In Südkorea wird unterscheiden zwischen den Feiertagen des uns bekannten, gregorianischen Kalenders und den Festen des Lunarkalenders. Letztere kann man daher nur einem bestimmten Zeitraum, nie aber einem festen Datum zuordnen. 

  • Lunar Neujahr Seollal (zwischen Mitte Januar und Mitte Februar)
  • Buddahs Geburtstag & Chunhyang Fest (Mai)
  • Dano-Fest (Anfang Juni)
  • Chilseok (August)
  • Chuseok (Ende September)
  • Neujahr (1. Januar) 
  • Unabhängigkeitstag (1.März)
  • Kindertag (5. Mai), seit 1975 offizieller Feiertag
  • Befreiungstag der japanischen Besatzung bis 1945 (15. August)
  • Gründungstag der Nation (3. Oktober)
  • Weihnachten 25. Dezember

Ausser der oben genannten Daten gibt es noch zahlreiche, regional bedingte Feste mit traditionellen Feierlichkeiten.

Wusstest du, dass ...

... Südkorea von der OECD zum Land mit dem höchsten nationalen IQ erklärt wurde? 

... in Südkorea die Zahl 4 als Unglückszahl gilt und darum das vierte Stockwerk oft einfach ausgelassen wird?

... allgemein der Glaube herrscht, dass sich in der Silvesternacht ein Geist in deinen Schuhen einnistet oder sie klaut und der Besitzer dann das ganze Jahr über Pech haben wird? Die Südkoreaner verstecken darum ihre Schuhe in der Nacht zum neuen Jahr. 

.. dass nur das U-Bahn-Netz von New York länger ist als das von Seoul?

.. du in Südkorea selbst nachts noch shoppen gehen kannst? Geschäfte haben allgemein bis ca. 23:00 Uhr geöffnet, doch viele Restaurants und Bars sogar bis zum Morgengrauen. 

Südkorea - Fotos

Yalea Sprachreisen
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