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Sprachaufenthalt in Spanien

Ziehe durch malerische Gassen, koste von den leckeren Tapas in den gemütlichen Bars und Restaurants. Tanze zum Flamenco-Rhythmus und sonne dich in Spanien an einem der vielen schönen Strände.

 

Das traditionsreiche Land der Könige und Caballeros hat eine eindrückliche Geschichte. Mit der Entdeckung Amerikas wurde Spanien zur Weltmacht. Zeugen dieser Zeit sind die riesigen Paläste und Kirchen, für die Spaniens Städte bekannt sind. Ein Sprachaufenthalt in Spanien lässt dich den noch immer präsenten orientalischen Einfluss der Mauren spüren, welche nicht nur Musik und Architektur, sondern auch das Temperament der Spanier beeinflusst hat.

In Spanien wird nicht nur Spanisch sondern auch katalanisch, baskisch und galizisch gesprochen. Wer seine Sprachreise in Barcelona oder Valencia machen will, sollte sich bewusst sein, dass sich die Einheimischen im Alltag in Katalanisch unterhalten. An der Spanischschule und in der Gastfamilie wird aber ausschliesslich Spanisch gesprochen. Das korrekteste Spanisch spricht man bekanntlich in Salamanca, der Stadt der Real Academia Española.

Spanien hat eine Menge Freizeitangebote auf Lager. Was ist schon ein Sprachaufenthalt in Spanien ohne den Besuch eines der vielen hervorragenden Museen von Dalí und Picasso? Die fussballverrückten Spanier erlebst du am Besten in einer lokalen Bar mit guten Tapas. Oder du spannst dich aus, und lässt die Seele baumeln an einem der unzähligen Stränden...

Einreisebestimmungen

Schweizer- und EU-Bürger benötigen für die Einreise und den Aufenthalt in Spanien kein Visum. Es genügt eine gültige Identitätskarte oder ein gültiger Reisepass. Mehr Infos: de | ch | at

Impfungen

Es sind keine Impfungen obligatorisch.Für Informationen und Auskünfte empfehlen wir die Internetseiten Fit-for-travel.de & Safetravel.ch

Gesundheit

Die medizinische Versorgung ist in Spanien gut gewährleistet. Das Leitungswasser ist trinkbar, hat aber häufig einen starken Chlorgeschmack. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich das Trinkwasser in Flaschen kaufen.

Sicherheit

Reisen in Spanien ist sicher. In den Grossstädten sollte man sich allerdings vor Taschendieben in Acht nehmen. Die Sicherheitslage ist zeitlichen Änderungen unterworfen. Wir empfehlen dir daher, dich auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland , beim Eidgenössischen Departement für ausländische Angelegenheiten oder beim Aussenministerium der Republik Österreich aktuell zu informieren.

Geld und Preise

Das Preisniveau Spaniens ist tiefer als das jenige Nordeuropas. Aber auch im Land selbst gibt es Unterschiede. Nordspanien, insbesondere Katalonien und das Baskenland, sind teurer als der Süden Spaniens. Grundsätzlich kostet in touristischen Zonen alles ein bisschen mehr. Darum unser Tipp während einer Sprachreise in Spanien: Dort einkaufen, wo es die Einheimischen tun. Das gilt auch für Restaurants. Mit einem Menú del día fährt man meist am besten.

Preisniveau: Mittagessen / Menú del día: 6-12 Euro / 9-16 CHF
Trinkgeld / Propina: vor allem in touristischen Zonen häufig bereits inklusive; ansonsten 10-15%

Zahlungsmittel:

  • Währung: Euro (EUR)
  • EC-Karte (Bankomat)
  • Kreditkarten

Öffentlicher Verkehr

Die billigste Art in Spanien zu reisen, ist der Bus oder die Billigfluggesellschaften, wie zum Beispiel vueling.com. Auch das Zugnetz ist sehr gut ausgebaut, die Wagen komfortabel und es gibt zwischen den grossen Städten sogar einen Hochgeschwindigkeitszug, den AVE. Reisen mit dem Zug ist aber ein wenig teurer. In den grösseren Städten sorgt ein gut ausgebautes Metrosystem dafür, dass man sich leicht zurechtfindet.

Telefon & Internet

Am einfachsten ist es, für seine Anrufe eine der zahlreichen Telefonzellen zu benutzen. Die Apparate funktionieren mit Münzen oder mit Telefonkarten. In vielen Internetcafes sind auch Programme wie Skype oder MSN Messenger installiert, mit welchen telefoniert werden kann. Es empfiehlt sich, sein eigenes Headset auf die Reise mitzunehmen, da diese in den Internetcafes häufig nicht vorhanden oder beschädigt sind. Du kannst mit deiner eigenen SIM-Karte im Handy-Netz von Spanien telefonieren. Informiere dich aber vorher, wie viel dich ein Anruf im spanischen Netz kostet. Für längere Sprachaufenthalte empfiehlt es sich, eine spanische SIM-Karte zu kaufen.

Vorwahl Spanien: 0034
Vorwahl aus Spanien: DE - 0049; CH – 0041; AT – 0043

Stromspannung & Steckdosen

  • 220 V
  • Europäischer Stecker mit zwei runden Metallstiften

Kultur

Vor allem in der spanischen Musik spiegelt sich der Einfluss der christlichen und maurischen Kultur. Die spanische Kunst hatte grossen Einfluss auf die europäische Kultur. Berühmte spanische Maler sind unter anderem Goya, Dalí und Picasso. Zwei grosse Namen der spanischen Literatur sind Cervantes mit seinem berühmten Werk Don Quijote und Lorca.

Geschichte

Die Ureinwohner der Halbinsel waren die nordafrikanischen Iberer. Sie wurden von den Römern verdrängt, die lange Zeit das Gebiet beherrschten. Die Westgoten lösten die Römer im 5. Jahrhundert als Macht ab und wurden im 8. Jahrhundert wiederum selbst von den muslimischen Mauren besiegt. Diese konnten sich bis ins 15. Jahrhundert halten. Die christlichen Königreiche Aragonien und Kastilien konnten sich schliesslich auf der Halbinsel durchsetzen. Mit der Entdeckung Amerikas durch die vom spanischen Königreich finanzierte Expedition stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verlor Spanien alle seine südamerikanischen und asiatischen Kolonien und damit seine Vormachtstellung. 1936 kam es zum Spanischen Bürgerkrieg zwischen den linksgerichteten Republikanern und den rechtsgerichteten Nationalisten. Nach drei Jahren des Krieges gingen die Nationalisten unter General Franco als Sieger hervor und errichteten ein diktatorisches Regime. Unter der Herrschaft Francos wurde die demokratische Opposition unterdrückt und das Land zentralisiert. Nach Francos Tod 1975 ging die Macht an König Juan Carlos I, der einen Demokratisierungsprozess einleitete. 1978 erhielt Spanien eine demokratische Verfassung und acht Jahre später trat es der EG, der heutigen EU, bei.

Gesellschaft

Die Verteilung von Spaniens Bevölkerung ist sehr ungleichmässig. Rund 80 Prozent der Spanier leben in Städten und die Zuwanderung von Menschen aus strukturschwächeren ländlichen Gebieten in die Städte nimmt zu. Spanien ist ein ethnisch homogenes Land. In den letzten Jahren hat der Ausländeranteil aber stark zugenommen. Vor allem Immigranten aus Lateinamerika, Marokko, Osteuropa und Asien lassen sich in Spanien nieder. In Spanien existieren seit je her unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Dazu zählen die Basken im Norden, die Galicier im Nordwesten und die Katalanen im Osten. Sie alle konnten ihre Identität sowohl sprachlich als auch kulturell bewahren. Der Lokal-Patriotismus ist weit verbreitet, so dass man sich eher mit seiner Heimatprovinz und nicht mit Spanien identifiziert. Die Familie spielt in Spaniens Gesellschaft eine wesentliche Rolle. Dabei ist den Spaniern die Solidarität zwischen den Generationen sehr wichtig. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung ist der Meinung, dass die Pflege der alten Eltern die Aufgabe der Kinder sei.

Küche

Die spanische Küche ist regional sehr unterschiedlich. Die wichtigsten Zutaten sind aber überall dieselben. Das spanische Essen besteht aus Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten, Bohnen und Kartoffeln. Knoblauch und Olivenöl dürfen in fast keinem spanischen Gericht fehlen.

Religion

94 Prozent der Spanier sind nach dem Ritus der römisch-katholischen Kirche getauft und damit offiziell katholisch. Nicht alle davon bezeichnen sich aber selbst als katholisch, sondern eher als nicht religiös. Neben der katholischen Gemeinde gibt es kleinere Gemeinden von Protestanten, Juden oder Muslimen.

Politik

Das offizielle Staatsoberhaupt Spaniens ist der König. Die Verfassung beschränkt die Rolle des Königs aber im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen. Die exekutive Gewalt übt der Premierminister aus, der von den Abgeordneten gewählt wird. Das Abgeordnetenhaus ist die eine der zwei Kammern der gesetzgebenden Gewalt und besteht aus 350 Mitgliedern, die für vier Jahre vom Volk direkt gewählt werden. Die andere Kammer ist der Senat, dessen Mitglieder vom Volk gewählt und von den Autonomen Regionen bestimmt werden. Die beiden stärksten Parteien Spaniens sind der konservative Partido Popular und der sozialdemokratische Partido Socialista Obrero Español. Weitere wichtige Parteien sind die vereinigten Linken und die nationalistisch orientierten Parteien der Basken, Katalanen und Galicier, die sich für mehr Unabhängigkeit ihrer Regionen stark machen.

Wirtschaft

Spanien war lange Zeit ein Agrarland. In den 60er Jahren wurden Anstrengungen unternommen, das Land zu industrialisieren. Der Beitritt zur EG 1986 hat diesen Prozess beschleunigt. Heute wird der Grossteil der Einnahmen in der Industrie und im Dienstleistungssektor verdient. Der Tourismus hat sich für Spanien zu einem der wichtigsten Wirtschaftssektoren entwickelt. Obwohl die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren abgenommen hat, bleibt sie ein grosses Problem in Spanien. Die Arbeitslosenquote ist nach wie vor hoch.

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