Guatemala
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Sprachaufenthalt in Guatemala

Lass dich von den farbenfrohen und lebhaften Märkten beeindrucken. Erlebe abenteuerliche Busreisen. Begib dich auf die Spuren der Maya und lasse die atemberaubende Landschaft auf dich wirken. 

Guatemala ist als Reiseland besonders Abenteurern und erfahrenen Weltenbummlern zu empfehlen. In kleinen Bussen, Schulter an Schulter mit den Einheimischen, kann man eine spannende Reise durch das ganze Land machen. Entdecke unterirdische Flüsse, höre dir das Dschungelerwachen von der Spitze einer Maya-Pyramide aus an und stürze dich in das bunte Treiben historischer Städte. So wie in Antigua, dem wohl berühmtesten Ort Guatemalas und einer der schönsten kolonialen Städte Mittelamerikas.  

In Guatemala spricht man ein sehr leicht verständliches Spanisch. Auch Beginner finden sich mit dem Akzent in kurzer Zeit zurecht und können sich so schnell unter das Volk mischen und aus erster Hand die Kultur erleben.

Facts

Einwohner 15.870.000
Fläche 109.021 km2
Hauptstadt Guatemala Stadt
Yalea empfiehlt Antigua

Spanisch lernen in

Antigua

Multifacético - Weltkulturerbe und eine der schönsten kolonialen Städte Amerikas

Guatemala - Reiseführer

Einreisebestimmungen

Schweizer- und EU-Bürger benötigen für einen Aufenthalt von weniger als 90 Tagen kein Visum. Es genügt ein Reisepass, welcher mindestens sechs Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Wer länger als drei Monate bleiben will, muss sich bei der Einwanderungsbehörde registrieren lassen. Viele Touristen reisen aber auch einfach in eines der Nachbarländer und erhalten so bei der Wiedereinreise erneut eine Aufenthaltsgenehmigung von 90 Tagen. Mehr Infos: de | ch | at

Sicherheit

Guatemala zählt zu den Ländern mit der höchsten Kriminalitätsrate in Lateinamerika. Die Gewaltbereitschaft ist extrem hoch. Du solltest dich unbedingt über die aktuelle Sicherheitslage informieren, bevor du eine Sprachreise oder ein Flugticket buchst. Die Sicherheitslage ist zeitlichen Änderungen unterworfen. Wir empfehlen dir daher, dich auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland , beim Eidgenössischen Departement für ausländische Angelegenheiten oder beim Aussenministerium der Republik Österreich aktuell zu informieren.

Impfungen

Folgende Impfungen werden empfohlen: Diphtherie, Tetanus, Hepatitis A, Gelbfieber (in einigen Gebieten). Ein Malariarisiko existiert in einigen Gebieten. Wir schlagen vor, dich bei einem Reisemediziner beraten zu lassen. Für Informationen und Auskünfte empfehlen wir die Internetseiten Fit-for-travel.de & Safetravel.ch.

Gesundheit

In Guatemala sind nur die privaten Kliniken zu empfehlen. Ansonsten ist die medizinische Versorgung mangelhaft. Man sollte vor seiner Abreise eine Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung abschliessen. Um Magenbeschwerden zu verhindern, solltest du kein Leitungswasser trinken und wenn immer möglich auf Eiswürfel verzichten. Achte bei den Lebensmitteln darauf, dass sie gut gekocht sind.

Geld und Preise

Das Preisniveau in Guatemala zählt zu einem der niedrigsten in Lateinamerika. Fast alle Produkte des täglichen Gebrauches lassen sich für einen Bruchteil der westeuropäischen Preise kaufen. Eine einstündige Busfahrt kostet zum Beispiel rund einen US-Dollar und Hotels sind sehr günstig. In einzelnen Touristenregionen, besonders bei den alten Maya-Städten, kann es durchaus vorkommen, dass man für alles das Doppelte bezahlt. Wir empfehlen dir aber auf jeden Fall nicht nur den Preis sondern auch die Sicherheit in deine Kalkulation einfliessen zu lassen. Also besser einmal ein bisschen mehr bezahlen, um in einem sicheren Quartier zu übernachten.

Preisniveau: Mittagessen / Menú del día: 1.5 -2.5 Euro / 2-4 CHF
Trinkgeld / Propina: 10% werden erwartet (das Personal ist darauf angewiesen)

Zahlungsmittel:

  • Währung: Quetzal (GTQ)
  • EC-Karte (Bankomat in grösseren Stästen)
  • Kreditkarten (in grösseren Städten akzeptiert)
  • Travellerscheckts in US-Dollar (in grossen Hotels und Banken umtauschbar)
  • Wir empfehlen einen Notgroschen in US-Dollar (kleine Scheine)

Öffentlicher Verkehr

In Guatemala reist man hauptsächlich mit Bussen. Du solltest Verspätungen und Pannen in deinen Reiseplänen berücksichtigen. Häufig sind die Busse alt und die Strassen holprig. Vor Überlandfahrten in der Nacht wird abgeraten, da es häufiger zu Unfällen und Überfällen kommt.

Telefon & Internet

Ferngespräche sind in einigen Telefonzentralen sehr teuer, andere wiederum bieten gute Preise. Es lohnt sich zu vergleichen. Am günstigsten sind die Internetcafés, die man in allen Städten und an touristischen Destinationen findet. Dort werden Ferngespräche angeboten und auf einigen Computern sind Programme wie Skype bereits installiert, doch die Qualität kann dabei sehr unterschiedlich sein. Es empfiehlt sich, sein eigenes Headset auf die Reise mitzunehmen, da diese in den Internetcafés häufig nicht vorhanden oder beschädigt sind. Europäische Handys funktionieren in Guatemala meistens nicht. Wer nicht auf ein Handy verzichten will, muss es vor Ort kaufen.

Vorwahl Guatemala: 00502
Vorwahl aus Guatemala: DE - 0049; CH – 0041; AT – 0043
Zeitzone: MEZ minus 7 Stunden (minus 8 während europäischer Sommerzeit)

Stromspannung & Steckdosen

  • 120 V (wie in den USA)
  • Japanischer Stecker mit zwei senkrechten flachen Metallstiften
  • Amerikanischer Stecker mit zwei senkrechten flachen Metallstiften und einem runden Metallstift unten in der Mitte

Kultur

Das spanische Kulturerbe kommt hauptsächlich in der offiziellen Sprache und den Gebäuden zum Ausdruck. In der ehemaligen Hauptstadt Antigua findet man auch heute noch viele gut erhaltene Kolonialbauten. Im vielfältigen Kunsthandwerk Guatemalas tritt die Kultur der Mayas zu Tage. Die bunt gemusterten Stoffe, Schmuck- und Keramikarbeiten sind in indigenen Designs gestaltet.

Geschichte

Guatemala war bis ins 16. Jahrhundert das Zentrum der Maya-Zivilisation. 1523 wurde das Gebiet vollständig von den Spaniern erobert. Bis ins Jahr 1821 wurde Guatemala von der spanischen Krone regiert. Nach dem erfolgreichen Unabhängigkeitskampf trat Guatemala der zentralamerikanischen Föderation bei, bevor das Land 1840 ein unabhängiger Staat wurde. In der Folgezeit regierten vorwiegend autoritäre Herrscher, sogenannte Caudillos, das Land. Um die Jahrhundertwende wurde Guatemala modernisiert und die amerikanische United Fruit Company legte grossflächige Kaffee- und Bananenplantagen an. Nach einer kurzen Phase der Demokratie, während welcher Landreformen durchgeführt wurden, setzte man auf Druck der United Fruit Company und der USA wieder einen Diktator ein. Die Diskrepanz zwischen der indigenen Landbevölkerung und der weissen Mittel- und Oberschicht nahm wieder zu und es kam zum Bürgerkrieg, der 36 Jahre dauerte und in einen Genozid der Indígenas ausartete. Nach der Machtübernahme von General Rios Montt im Jahre 1982, gingen Militär und Paramilitär besonders brutal vor und verübten zahlreiche Massaker an der Landbevölkerung. Erst 1996 wurde der Krieg mit einem Friedensvertrag beendet.

Gesellschaft

Guatemala hat den grössten Anteil indigener Bevölkerung ganz Mittelamerikas. Daher sind auch die mehr als 20 Mayasprachen noch weit verbreitet. Obwohl Spanisch die offizielle Landessprache Guatemalas ist, gibt die Mehrheit der Bevölkerung eine der Mayasprachen als Muttersprache an. Rund 60 Prozent der Bevölkerung lebt auf dem Land. Drei Viertel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Obwohl eine allgemeine Schulpflicht besteht, bricht ein Grossteil der Jugendlichen auf dem Land die Schule vorzeitig ab, so dass der Anteil an Analphabeten mit 30 Prozent sehr hoch ist. Der 36 Jahre dauernde Bürgerkrieg, welcher erst 1996 beendet wurde, forderte ungefähr 200 000 Tote und über eine Million Menschen flüchteten. Vor allem die indigene Landbevölkerung war stark von den Vorkommnissen dieser Zeit betroffen. Die guatemaltekische Gesellschaft steht auch heute noch vor der Herausforderung, sich mit diesem schrecklichen Kapitel ihrer Geschichte auseinanderzusetzen.

Küche

Die Küche Guatemalas ist eher einfach, aber exotisch. Die Grundnahrungsmittel sind Mais, Reis, Kochbananen, Bohnen und dazu gibt es Huhn oder Fleisch. Aus Maismehl werden zum Beispiel Tortillas, kleine Teigfladen, gebacken, die eine Basis für verschiedenste Gerichte bilden. In Maisblättern wird sogar direkt gekocht und auch aus dem Blatt selbst gegessen. Zusätzlich gibt es das ganze Jahr über eine Vielfalt an frischem Obst.

Religion

Die Mehrheit der Guatemalteken ist katholisch, doch auch die protestantische Gemeinde ist stark vertreten. Daneben existieren zahlreiche Mischformen von katholischen und indianischen Religionstraditionen.

Politik

Guatemalas Regierungssystem basiert auf der Verfassung von 1986, welche 1994 letztmals geändert wurde. Der Präsident wird für vier Jahre vom Volk gewählt und hat umfangreiche Machtbefugnisse. Auch die Abgeordneten des Parlaments sind für vier Jahre sicher im Amt. Nachdem, während des Regimes von Rios Montt anfangs der 80er Jahre, alle Parteien verboten wurden, existiert seit 1985 wieder ein Mehrparteien-System. Die Parteienlandschaft ist aber sehr instabil. Viele Parteien lösen sich nach einer Legislaturperiode wieder auf oder versinken in der Bedeutungslosigkeit. Gesellschaftsgruppen wie Unternehmer oder das Militär haben bedeutend mehr Einfluss auf die Politik als die Parteien. 1999 wurden seit 40 Jahren die ersten demokratischen Wahlen in Friedenszeiten durchgeführt.

Wirtschaft

Die Agrarwirtschaft hat in Guatemala in den letzten Jahren an Bedeutung verloren, trotzdem ist sie immer noch existentiell für die ländliche Bevölkerung. Anstelle der traditionellen Exportprodukte wie Kaffee oder Bananen werden immer mehr neue Produkte wie Blumen, Zierpflanzen, Beeren oder Handarbeiten exportiert. Auch der Handel und die verarbeitende Industrie haben in Guatemala zugenommen. Seit Ende der 90er Jahre ist der Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Viel Geld fliesst ausserdem durch Überweisungen ausgewanderter Guatemalteken an ihre Familien in die Wirtschaft Guatemalas.

Guatemala - Fotos


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