Spanien
Geografie
- 40'280'780 (Juli 2004)
- 504'782 Quadratkilometer
- keine
- Madrid (625 m ü M) rund 3 Mio. Einwohner(Hauptstadt)
- Barcelona (0 m ü M) rund 2 Mio. Einwohner
- Valencia (0 m ü M) rund 1 Mio. Einwohner
- Sevilla (0 m ü M) rund 0.7 Mio. Einwohner
- Pico del Teide 3718 m
- Mulhacén 3477 m
- Pico de Aneto 3404 m
- 4964 km
Spanien ist das drittgrösste Land Europas. Das Land teilt sich das Festland mit Portugal im Westen und mit der britischen Enklave Gibraltar im Süden. Neben dem Festland gehören auch Inseln wie die Balearen, die Kanarischen oder die beiden Enklaven in Nordafrika Ceuta und Melilla zu Spanien. Das Hochland, die Meseta mit Madrid im Zentrum, erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 250000 Quadratkilometer. Die Meseta, die Pyrenäen-Gebirgskette im Norden und die Sierra Nevada im Süden machen Spanien nach der Schweiz zum gebirgigsten Land Europas. Gebirgig sind auch die Nord- und Westküste Spaniens, wobei das Gebirge im Westen zur Küste hinausläuft und so einen besseren Zugang zum Meer ermöglicht. Im Süden und Osten sind die Küsten durch Buchten und Landvorsprünge stark gegliedert und besser zugänglich.
Flora und Fauna
Nur ein kleiner Teil Spaniens ist bewaldet. Am ehesten trifft man an den Berghängen im Nordwesten auf Wald. Er besteht aus Eichen und Korkeichen. In der zentralen Hochebene gedeihen Büsche und Sträucher. Der trockene Boden bietet ausserdem ideale Voraussetzungen für Weintrauben. Neben Wildschweinen, Wölfen, Füchsen und Rotwild findet vor allem eine grosse Vielfalt von Vögeln und Insekten Platz in Spaniens Tierwelt. Bergflüsse und Bergseen bieten zahlreichen Fischarten die Lebensgrundlage.
Gesellschaft
- Europäer
- Spanisch
- Katalanisch
- Galizisch
- Baskisch
- 79 Jahre (Männer 76, Frauen 83)
- 39.1 Jahre
- 0.99/1000 Einwohner
- Römisch-katholisch (94%)
- andere (6%)
Die Verteilung von Spaniens Bevölkerung ist sehr ungleichmässig. Rund 80 Prozent der Spanier leben in Städten und die Zuwanderung von Menschen aus strukturschwächeren ländlichen Gebieten in die Städte nimmt zu. Spanien ist ein ethnisch homogenes Land. In den letzten Jahren hat der Ausländeranteil aber stark zugenommen. Vor allem Immigranten aus Lateinamerika, Marokko, Osteuropa und Asien lassen sich in Spanien nieder. In Spanien existieren seit je her unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Dazu zählen die Basken im Norden, die Galicier im Nordwesten und die Katalanen im Osten. Sie alle konnten ihre Identität sowohl sprachlich als auch kulturell bewahren. Der Lokal-Patriotismus ist weit verbreitet, so dass man sich eher mit seiner Heimatprovinz und nicht mit Spanien identifiziert.
Die Familie spielt in Spaniens Gesellschaft eine wesentliche Rolle. Dabei ist den Spaniern die Solidarität zwischen den Generationen sehr wichtig. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung ist der Meinung, dass die Pflege der alten Eltern die Aufgabe der Kinder sei.
Religion
94 Prozent der Spanier sind nach dem Ritus der römisch-katholischen Kirche getauft und damit offiziell katholisch. Nicht alle davon bezeichnen sich aber selbst als katholisch, sondern eher als nicht religiös. Neben der katholischen Gemeinde gibt es kleinere Gemeinden von Protestanten, Juden oder Muslimen.
Geschichte
- 12. Oktober (Entdeckung Amerikas durch Kolumbus 1492)
- Flamenco (Musik und Gesang Andalusiens)
- Jota (Volkstanz)
- Bolero (Volkstanz)
- Fandango (Paartanz)
- Paella (Reispfanne mit Fisch, Fleisch, Gemüse)
- Tapas (Appetithäppchen)
- Tortilla (Kartoffel-Pfannkuchen)
Die Ureinwohner der Halbinsel waren die nordafrikanischen Iberer. Sie wurden von den Römern verdrängt, die lange Zeit das Gebiet beherrschten. Die Westgoten lösten die Römer im 5. Jahrhundert als Macht ab und wurden im 8. Jahrhundert wiederum selbst von den muslimischen Mauren besiegt. Sie konnten sich bis ins 15. Jahrhundert halten. Die christlichen Königreiche Aragonien und Kastilien konnten sich schliesslich auf der Halbinsel durchsetzen. Mit der Entdeckung Amerikas durch die vom spanischen Königreich finanzierte Expedition Kolumbus stieg Spanien vorübergehend zur Weltmacht auf. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts verlor Spanien alle seine südamerikanischen und asiatischen Kolonien und damit seine Vormachtstellung.
1936 kam es zum Spanischen Bürgerkrieg zwischen den linksgerichteten Republikanern und den rechtsgerichteten Nationalisten. Nach drei Jahren des Krieges gingen die Nationalisten unter General Franco als Sieger hervor und errichteten ein diktatorisches Regime. Unter der Herrschaft Francos wurde die demokratische Opposition unterdrückt und das Land zentralisiert. Nach Francos Tod 1975 ging die Macht an König Juan Carlos I, der einen Demokratisierungsprozess einleitete. 1978 erhielt Spanien eine demokratische Verfassung und acht Jahre später trat es der EG bei.
Kultur
Vor allem in der spanischen Musik spiegelt sich der Einfluss der christlichen und maurischen Kultur. Die spanische Kunst hatte grossen Einfluss auf die europäische Kultur. Berühmte spanische Maler sind unter anderem Goya, Dalí und Picasso. Zwei grosse Namen der spanischen Literatur sind Cervantes mit seinem berühmten Werk Don Quijote und Lorca.
KÜCHE
Die spanische Küche ist regional sehr unterschiedlich. Die wichtigsten Zutaten sind aber überall dieselben. Das spanische Essen besteht aus Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten, Bohnen und Kartoffeln. Knoblauch und Olivenöl dürfen in fast keinem spanischen Gericht fehlen.
Politik
- Parlamentarische Monarchie
- 17 comunidades autonomas, 2 ciudades autonomas
- Bürgerkrieg (1936-1939)
- Euro (EUR)
- Maschinen
- Fahrzeuge
- Lebensmittel
- Konsumgüter
- 22'000 $
Das offizielle Staatsoberhaupt Spaniens ist der König. Die Verfassung beschränkt die Rolle des Königs aber im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen. Die exekutive Gewalt übt der Premierminister aus, der von den Abgeordneten gewählt wird. Das Abgeordnetenhaus ist die eine der zwei Kammern der gesetzgebenden Gewalt und besteht aus 350 Mitgliedern, die für vier Jahre vom Volk direkt gewählt werden. Die andere Kammer ist der Senat, dessen Mitglieder vom Volk gewählt und von den Autonomen Regionen bestimmt werden. Die beiden stärksten Parteien Spaniens sind der konservative Partido Popular und der sozialdemokratische Partido Socialista Obrero Español. Weitere wichtige Parteien sind die vereinigten Linken und die nationalistisch orientierten Parteien der Basken, Katalanen und Galicier, die sich für mehr Unabhängigkeit ihrer Regionen stark machen.
Wirtschaft
Spanien war lange Zeit ein Agrarland. In den 60er Jahren wurden Anstrengungen unternommen, das Land zu industrialisieren. Der Beitritt zur EG 1986 hat diesen Prozess beschleunigt. Heute wird der Grossteil der Einnahmen in der Industrie und im Dienstleistungssektor verdient. Der Tourismus hat sich für Spanien zu einem der wichtigsten Wirtschaftssektoren entwickelt. Obwohl die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren abgenommen hat, bleibt sie ein grosses Problem in Spanien. Die Arbeitslosenquote bewegt sich nach wie vor über der 10 Prozent-Grenze.





