Peru - Hintergrund — Yalea Spanisch Sprachaufenthalte Sprachreisen Sprachschulen Sprachkurse Sprachaufenthalt Sprachreise Sprachschule Sprachkurs Spanien Lateinamerika Südamerika Mittelamerika

Peru Übersicht Schulorte Reiseinfos Klima Hintergrund

Geografie

Einwohner:
  • 27'544'305 (Juli 2004)
Fläche:
  • 1'285'220 Quadratkilometer
Zeitverschiebung:
  • MEZ minus 6 Stunden (minus 7 während europäischer Sommerzeit)
Die wichtigsten Städte:
  • Lima (30 m ü M), rund 8 Mio. Einwohner (Hauptstadt)
  • Trujillo, rund 2.2 Mio. Einwohner
  • Arequipa (2360 m ü M), rund 1 Mio. Einwohner
  • Cuzco (3310 m ü M), rund 0.25 Mio. Einwohner
Berge und Vulkane:
  • Huascaran 6768 m
  • Yerupaya 6634 m
  • Coropuna 6425 m
  • Ampato 6310
Küste:
  • 2414 km

Peru ist in drei völlig unterschiedliche Klimazonen aufgeteilt. Im Westen, an der Pazifikküste befindet sich die so genannte Costa, ein flacher wüstenartiger Küstenstreifen, der im Süden in die trockenste Gegend der Erde, die Atacama-Wüste ausläuft. Dahinter erhebt sich die Sierra, die Bergkette der Anden, die das Land von Norden nach Süden durchläuft. Der grösste Teil Perus nimmt die Selva, die tropischen Niederungen im Amazonasgebiet mit ihren riesigen Urwäldern, im Osten des Landes ein. Die grössten Städte des Landes befinden sich in der Küstenregion.

Flora und Fauna

Wie in den anderen Andenländern lässt auch in Peru die tropische Lage und die abwechslungsreiche Topographie eine eindrückliche Artenvielfalt entstehen. Wüstenvegetation in der Küstenebene, üppige Regenwaldvegetation im Osten und karge Berglandschaften in der Sierra bilden die vielfältige Flora Perus. Die Tierwelt steht der Pflanzenwelt Perus in nichts nach. An der Küste tummeln sich Möwen, Pelikane, Echsen und zahlreiche Meerestiere. In der Sierra springen Guanakos und Chinchillas über die Ebenen und im Amazonasgebiet finden Affen, Raubtiere, Schlangen, Vögel und Insekten ihre Lebensgrundlage. Der Eingriff der Menschen in die Natur ist an manchen Orten allerdings sehr stark, so dass der Bestand vieler Arten als bedroht eingestuft wird.

 

Gesellschaft

Ethnische Gruppen:
  • Mestizen (37%)
  • Indigene Bevölkerung (45%)
  • Spanischstämmige (15%)
  • Schwarze und Asiaten (3%)
Sprachen:
  • Spanisch
  • Quechua
  • Aymara
Lebenserwartung::
  • 69 Jahre (Männer 67, Frauen 71)
Durchschnittsalter:
  • 24.6 Jahre
Wohlstand:
  • 54% unter der Armutsgrenze
Migration:
  • -1.05/1000 Einwohner
Religion:
  • Römisch-katholisch (90%)

Bis 1975 war Spanisch die einzige offizielle Sprache Perus. Dann wurde Quechua, die von rund 25 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird, auch zur offiziellen Sprache erhoben. Mehr als 70 Prozent der Peruaner lebt in den Städten. Vor allem die spanischstämmige Bevölkerung, die Mestizen, die Schwarzen und die Asiaten pflegen dort einen modernen, westlichen Lebensstil. Arbeitslosigkeit ist in den grossen Städten weit verbreitet. Und da kaum eine Absicherung gegen Arbeitslosigkeit existiert, drückt sich diese in Armut aus. Die noch im Gebirgsland der Anden lebenden Indigenas konnten die Bräuche und Überlieferungen ihrer Vorfahren noch weitgehend erhalten. Aber auch dort macht sich die Landflucht immer stärker bemerkbar.

Religion

Rund 90 Prozent aller Peruaner sind römisch-katholisch. Ein Teil der Urtraditionen der indigenen Bevölkerung lebt allerdings in den christlichen Ritualen weiter. Die Gebräuche der Ureinwohner Perus und die christlichen Traditionen haben sich im Verlaufe der Jahre vermischt. Neuerdings erzielt auch die evangelische Kirche einen starken Zulauf. In der Hauptstadt Lima werden ausserdem anglikanische und baptistische Gottesdienste abgehalten.

 

Geschichte

Vorkoloniale Kulturen:
  • Chimu
  • Nazca
  • Thiahuanaco
  • Inka
Spanische Eroberung:
  • 1532
Unabhängigkeit:
  • 28. Juli 1821
Nationalfeiertag:
  • 28. Juli
Traditionelle Musik:
  • Huayno (Tanz)
  • Baile de las Tijeras (Tanz)
  • Chicha Music
  • Tecno-Cumbia
Kulinarische Spezialitäten:
  • Ceviche (Fisch mit Limonensaft, Zwiebeln und scharfem Gewürz)
  • Papa a la huancaina (Gekochte Kartoffeln mit Chilischoten und Käsesauce)

Bereits um ca. 1000 vor Christus wanderten verschiedenste Völker vom Norden her in das Gebiet des heutigen Perus ein. Um 1100 bis 1300 nach Christus begannen die Inkas das Hochland Perus zu bevölkern, gründeten ihre Hauptstadt im heutigen Cuzco und eroberten benachbarte Gebiete, bis sich ihr Reich vom heutigen Quito im Norden bis nach Chile im Süden erstreckte. 1532 brachten die Spanier unter Francisco Pizarro das Inkareich in ihren Besitz. Der lukrative Silberbergbau machte das Vizekönigreich Perus im 17. Jahrhundert zur bedeutendsten spanischen Kolonie. Bereits 1780 begann sich die Bevölkerung gegen die spanische Herrschaft aufzulehnen. Die Befreiung Perus von den Spaniern wurde aber erst 1821 durch den Argentinier Jose de San Martin erreicht, der zuvor bereits Chile befreit hatte. Das Ende des 19. und der Beginn des 20. Jahrhunderts waren von Militärputschs, Diktaturen und Grenzstreitigkeiten mit den Nachbarn Chile und Ecuador geprägt. 1980 kehrte man zurück zur Demokratie. Während der Präsidentschaft Fujimoris in den 90er Jahren führten wirtschaftliche Schwierigkeiten zum Aufkommen des „Sendero Luminoso“, einer linksgerichteten Organisation, und damit zu einer Eskalation von Gewalttaten.

Kultur

Die Kultur Perus ist einerseits durch die spanischen Eroberer und ihren mitgebrachten katholischen Glauben geprägt. Andererseits sind vor allem in ländlichen Gebieten viele Gebräuche der Inkas und anderer vorkolonialer Kulturen erhalten geblieben. Das indianische Erbe Perus ist eines des reichsten Südamerikas. Die Spuren der indigenen Kultur sind noch überall wahrzunehmen, von den monumentalen Überresten der Inka-Bauten, über die traditionellen Musikinstrumente bis hin zu indigenen Einflüssen in den Kolonialbauten.

KÜCHE

Perus Küche ist sehr abwechslungsreich. Die Essensgewohnheiten sind von Region zu Region unterschiedlich. An der Küste basieren die meisten Menüs auf Meeresfrüchten, während man im Hochland hauptsächlich Kartoffeln, Mais und Fleisch in den verschiedensten Variationen isst.

 

Politik

Regierungsform:
  • Republik
Provinzen:
  • 24 Departamentos
Konflikte:
  • Salpeterkrieg mit Chile (1879-1883)
  • Grenzkonflikt mit Ecuador (1940, 1995, 1998)
Währung:
  • Nuevo Sol (PEN)
Hauptexportprodukte:
  • Fisch
  • Gold
  • Kaffee
  • Kupfer
  • Erdöl
BIP pro Kopf:
  • 5100$

Peru ist seit 1980 eine Präsidialrepublik. Die aktuelle Verfassung stammt aus dem Jahre 1993. Staatsoberhaupt ist der Präsident, der vom Volk direkt für fünf Jahre gewählt wird. Die Legislative bildet ein Einkammerparlament, dessen 120 Abgeordnete ebenfalls für fünf Jahre gewählt werden. Der Demokratisierungsprozess ist in Peru aber bisher wenig gefestigt. So wurden im Jahre 2000 bei der Wiederwahl des damaligen Präsidenten Fujimori erhebliche Unregelmässigkeiten festgestellt. Nach einer innenpolitischen Krise, ausgelöst durch Korruptionsfälle, trat Fujimori allerdings noch im gleichen Jahr zurück.

Wirtschaft

Peru ist reich an Bodenschätzen, die von internationalen Konsortien abgebaut und exportiert werden. Daneben bilden die Landwirtschaft und die Fischerei einen grossen Anteil an Perus Wirtschaft. Vor allem Zuckerrohr und Kaffee wird ausgeführt. Peru ist ausserdem der grösste Coca-Produzent, wobei bis zu 85% des Coca-Anbaus für die illegale Produktion bestimmt sind. Die Industrie ist vor allem in den Küstengebieten und dort hauptsächlich in Lima zu Hause. Die bedeutendsten Industriezweige sind neben der Textil- und Kleiderindustrie, die Nahrungsmittelindustrie, die Metallgewinnung und die chemische Industrie. Die übrigen Gebiete Perus sind ausser bezüglich der Bodenschätze wirtschaftlich untergeordnet.

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