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MÚsica y Bailes Übersicht Traditionelle Musikstile Neue Musikstile

Salsa

Popular:
• Celia Cruz
• Rubén Blades
• Willie Colón

Der Name Salsa – eine Kurzform für Salsa Picante (Scharfe Sauce) - steht für die Mischung von verschiedensten Musikstilen und spannungsgeladenen, erotischen Tanz. Der Einsatz zahlreicher Perkussionsinstrumente (Clave, Bongos, Conga,...), der Bass, das Klavier und die Blechbläser sorgen für den Rhythmus, während Sänger und Chor die Melodie singen. Der Tanz besticht durch variantenreiche Schritte und Drehungen. Es gibt keinen einheitlichen Salsa-Tanzstil. Je nach Herkunftsort tanzt man offener oder geschlossener, geradliniger oder akrobatischer.

Der Ursprung des Salsa ist das New York der 70er Jahre. Vor allem Einwanderer aus Kuba und Puerto Rico reicherten bereits bestehende Mischungen aus latein- und nordamerikanischer Musik mit weiteren Rhythmen an. Zu Beginn wurde Salsa von den lateinamerikanischen Einwanderern dazu genutzt, sich mit sozialkritischen Texten auszudrücken. Mit der Zeit wurden diese Texte aber durch einfachere und vor allem romantische Themen abgelöst und auch die Musik wurde eingänglicher.

 

 

Merengue

Popular:
• Elvis Crespo
• La Makina
• Grupo Mania

Der eingängige Musikstil im simplen 2/4-Takt stammt aus der Dominikanischen Republik und Haiti. Warum die süssen Merengues der Musik den Namen gaben, ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass es mit dem Ruf Haitis als Zuckerinsel zusammenhängt. Der Tanz wird immer paarweise und sehr körperbetont getanzt. Jeder Taktschlag wird mit einem Schritt und einer starken Hüftbewegung betont.

Ursprünglich war der Merengue die Musik der ländlichen Gebiete auf den Karibikinseln. Rhythmusinstrumente und das Akkordeon prägten den Musikstil. Später setzte sich der Merengue auch in den Städten durch, wo vermehrt Piano, Bass, Blechbläser und Saxophone eingesetzt wurden. Heute vermischt sich die Musik oft mit Techno- und Hip Hop-Elementen und wird auf Synthesizern gespielt.

 

 

Tango

Popular:
• Carlos Gardel
• Astor Piazzolla

Die Wiege des Tango Argentino ist Buenos Aires und Montevideo. Seine Ursprünge liegen in der kubanischen Habanera, dem Tango Andaluz, europäischen Gesellschaftstänzen und den Tanzformen der argentinischen Hirten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden in den verruchten Hafenquartieren von Buenos Aires mit dem Tango exisistenzielle Nöte und die Einsamkeit besungen. Die argentinische Oberschicht beginnt den Tanz der Armen erst zu akzeptieren, als er sich im Verlaufe des Ersten Weltkrieges in Paris zum Modetanz entwickelt. Der Tango Argentino ist ein sehr eleganter und erotischer Tanz. Eng umschlungen bewegt sich das Paar anmutig mit einer Vielzahl von variablen Schritten und Drehungen zum 2/4 oder 4/8 Takt. Typischerweise werden die Tanzenden von Violinen, Kontrabass und der vom Deutschen Heinrich Band entwickelten Harmonika, dem Bandoneon, begleitet.

 

 

Flamenco

Popular:
• Paco de Lucia
• Nino Ricardo
• Jose Merce

Der Flamenco wird häufig als spanischer Nationaltanz bezeichnet. Eigentlich ist er aber nur der Volkstanz Andalusiens. Seine Ursprünge hat die orientalisch anmutende Musik in den Tänzen der in Spanien lebenden Romas, die ihrerseits wiederum von den Arabern beeinflusst wurden. Die Urform des Flamencos ist purer Gesang. Später begleitete man den Gesang mit Gitarren, Klatschen, rhythmischem Fussstampfen, Kastanietten und Tanzen. Diese Form der Begleitung wird „Jaleo“ genannt.

Der Flamenco kann auf zwei ganz unterschiedliche Arten zelebriert werden. In der „Juerga“ einem informellen Zusammentreffen von Leuten, bei dem jeder mit tanzen, Instrumenten, Rhythmus klatschen oder singen zum Flamenco beitragen kann. Das professionelle Konzert ist formeller. Meistens steht der Gitarrist im Zentrum, oder aber der Tänzer. Es gibt rund 50 verschiedene Flamenco-Stile, so genannte „Palos“. Damit ist praktisch jeder spanische Musikstil mit dem Flamenco verwandt.

 

 

Bachata

Popular:
• Juan Luis Guerra
• Aventura

Der Musikstil aus der Dominikanischen Republik entstand anfangs der 60er Jahre aus dem karibischen Bolero. In jüngster Zeit hat Bachata auch hier für Furore gesorgt. Die Gruppe Aventura hat Bachata mit Hip Hop-Elementen angereichert und mit dem Lied Obsesión die Charts mehrerer Länder gestürmt.

Ursprünglich war die romantische Gitarrenmusik nicht zum Tanzen gedacht. Mit der Zeit wurde das Tempo der Musik aber erhöht. Heute wird zu den typischen hohen Gitarrenklängen eng umschlungen und hüftbetont getanzt. Charakteristisch beim Tanzen des Bachata ist das Anheben des Beines auf den vierten Schlag.

 

 

Samba



Samba ist ein Sammelbegriff für hunderte von brasilianischen Tanzarten, die von den afrikanischen Arbeitersklaven ins portugiesisch dominierte Brasilien gebracht wurden. Die Europäer und die einheimischen Indianer vermochten die afrikanischen Kulttänze nur wenig zu beeinflussen. Für die Urform des Sambas brauchte es keine Instrumente. Es wird im Kreis geklatscht und gesungen, während sich die Tänzer und Tänzerinnen körperbetont und mit schnellen Grundschritten im Innern des Kreises bewegen.

Aus der Samba ist später unter dem Einfluss des Jazz die Bossa Nova entstanden, die zweite bekannte Musikstilrichtung aus Brasilien.

 

 

Cumbia

Popular:
• Kumbia Kings
• Grupo Saya

Die Cumbia hat ihren Ursprung in den afrikanischen Arbeitersklaven auf den Zuckerrohrplantagen Kolumbiens. Sie brachten den afrikanischen Tanz „Cumbé“ von Guinea aus nach Kolumbien, wo er sich mit spanischen und indianischen Elementen vermischte.Traditionell wird die Cumbia mit Flöten, Akkordeon, Rumbakugeln und Trommeln gespielt. Im Gegensatz zum Salsa wird in der Cumbia der erste und dritte Schlag im 4/4 Takt betont. Charakteristisch für den Tanz ist die offene Tanzhaltung. Die Cumbia ist der populärste Tanz Kolumbiens und ist mit der Entwicklung neuer Strömungen – wie Tecno Cumbia, Cumbia Rapero oder Cumbia Romantica – in den 90er Jahren in ganz Südamerika wieder populär geworden.

 

 

Rumba

 

Zahlreiche Lied- und Tanzformen auf Kuba fallen unter den Begriff Rumba. Der Rumba-Rhythmus wurde von den afrikanischen Arbeitersklaven auf die Insel gebracht. Anfang des 19. Jahrhunderts schaffte es die Rumba als Show-Tanz nach New York und Europa. Heute gehört die Tanzform zu den Lateinamerikanischen Tänzen, wie sie an Turnieren getanzt werden. Die kreisenden Hüften und das Zusammenspiel der Tanzenden, die zu einer Einheit verschmelzen, machen die Rumba zur getanzten Liebeserklärung. Immer wieder holt der Mann seine Partnerin zu sich heran, stösst sie aber unter sichtbaren Schmerzen zurück und drückt damit die unterdrückte Leidenschaft aus.

 

 

Son

Popular:
• Sexteto Habanero
• Buena Vista Social Club

Aus dem kubanischen Son sind lateinamerikanische Musikstilrichtugen wie Rumba, Cha Cha Cha, Mambo oder Salsa hervorgegangen. Für die Kubaner ist er der Ursprung der Musik. Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte er sich aus afrikanischen Rhythmen und der Gitarrenmusik spanischer Farmer.
Charakteristisch sind die Frage- und Antwortgesänge, wie sie auch im nordamerikanischen Blues vorkommen. Anfänglich spärlich instrumentiert, wird der Son heute von kompletten Tanzorchestern mit Piano, Sängern und Bläsersätzen interpretiert.

 

 

Cha Cha Cha



Der Cha-Cha-Cha hat keine richtigen Wurzeln. Er wurde in den 50er Jahren in Kuba „künstlich“ aus den beiden Stilen Rumba und Mambo erzeugt. Genau wie die Rumba und der Mambo erreichte auch der Cha-Cha-Cha in kürzester Zeit internationale Popularität. Er gehört heute zu den Lateinamerikanischen Tänzen, wie sie an Turnieren getanzt werden. Charakteristisch für den Tanz sind die drei kurzen Schritte (Cha-Cha-Cha), welche den zwei langen folgen. Dieser Tanzstil kann häufig auch zu Latin Rock oder Latin Pop getanzt werden.

 

 

Cueca




Die Cueca ist der Nationaltanz Chiles. Über den Ursprung der Cueca weiss man nichts Genaues. Eine Version der Entstehungsgeschichte besagt, dass die Musik in Peru aus spanischen Tänzen und afrikanischen Einflüssen entstanden sei und anschliessend den Weg nach Chile gefunden habe. Von Chile aus hat sich die Cueca wiederum nach Argentinien, Peru, Bolivien und bis nach Mexiko verbreitet.

In Chile tanzt man die Cueca häufig bei Nationalfeierlichkeiten. Der Mann umkreist im Rhythmus tanzend und hüpfend die Frau, welche sich ihm langsam nähert. Beide lassen mit der einen Hand ein Taschentuch in der Luft kreisen. Der Tanz repräsentiert das Werben eines Hahnes um die Henne. Die Musik hat einen speziellen Rhythmus und wird mit Flöten, Trommeln und Gitarren gespielt und von Gesang begleitet.

 

 

Corrido

Popular:
• Los Tigres del Norte
• Oscar Chavez

Corridos sind Volkslieder im Walzer- oder Polkarhythmus. Während des mexikanischen Bürgerkrieges Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie populär. In den Liedern wurden Kriegshelden besungen. Auch spätere historische Ereignisse, wie die Mexikanische Revolutionen wurden zum Inhalt von Corridos. Die Geschichten, die in den heutigen Corridos erzählt werden, handeln meistens von Drogenschmugglern oder illegalen Einwanderern in die USA.

 

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