MÚsica y Bailes
Latin Pop
Lateinamerikanische und spanische Elemente sind aus der Popmusik nicht mehr wegzudenken. Künstler wie Ricki Martin, Shakira oder Enrique Iglesias haben die Musikwelt erobert. Vorbei die Zeiten, in denen spanischsprachige Musik sich nur wenige Wochen als Sommerhits in den Charts halten konnten. Der Latin Pop hat sich weltweit etabliert. Den ersten Grosserfolg hatte die Mischung aus Latin und Pop in den 80er Jahren mit dem Hit Lambada zu verzeichnen. Zehn Jahre später machte sich der Einfluss der Latinos auch in der Hip Hop und R&B Szene bemerkbar. Am augenscheinlichsten zeigt diese Entwicklung die musikalische Entwicklung von Jeniffer Lopez.
Latin Rap
Spanischsprachiger Rap, Hip Hop mit Latinorhythmen oder nordamerikanischer Rap lateinamerikanischer Einwanderer – all dies wird unter dem Begriff Latin Rap zusammengefasst. Den Anfang machten die in die USA eingewanderten Latinos, die schon in den 80er Jahren einen Platz in der Szene fanden. Es vergingen allerdings mehrere Jahre, bis die zweisprachigen Rapper in den USA ihren Durchbruch feiern konnten. Im Sog von Bands wie Cypress Hill schafften es dann allerdings auch immer mehr in Lateinamerika und Spanien lebende Rap-Musiker, international bekannt zu werden. Vor allem Mexiko entwickelte eine eigentlich Hip Hop Kultur. Die mexikanischen Rapper von Control Machete oder Molotov sind dabei eher dem Crossover, einer Mischung aus Rap und Rock verpflichtet.
Latin Rock
Der wohl bekannteste Vertreter dieses Genres ist Carlos Santana. Bereits in den 60er Jahren reicherte er den geradlinigen Rock mit Elementen der lateinamerikanischen Musik an. In Argentinien fiel der Rock auf besonders fruchtbaren Boden. Die Welle von spanischsprachigem Rock begann Ende der 60er Jahre, in denen sich der Rockero Charly Garcia zur Kultfigur entwickelte. In den 80er Jahren erlebte der Rock Argentino einen eigentlichen Boom, als es die „Fabulosos Cadillacs“ in die Discotheken und Radios der ganzen Welt schafften. In den 90er Jahren vermischte sich der Latin Rock vermehrt mit der Popmusik und wurde komerzieller. Vertreter dieser neuen Generation von Latin Rockern sind Juanes, Maná oder Jarabe de Palo.
Reggaeton
Aufpeitschende Rythmen aus einem Drum-Computer, spanischer Sprechgesang und Frauen, die simple Phrasen ins Mikrophon stöhnen – die Reggaeton-Welle ist spätestens mit dem Song „Papi Chulo“ auch nach Europa geschwappt. Der neue Musikstil hat sich vor allem in Puerto Rico und Panama aus Reggae, Hip Hop, Dancehall und lateinamerikanischen Musikrichtungen entwickelt.
Die gerappten Texte sind unverblühmt und handeln von Gewalt, Kriminalität, Liebe oder schlicht von Sex. Das drückt sich auch im sehr erotischen Tanz aus, der offiziell Perreo heisst, aber umgangsprachlich als Sex mit Kleidern bezeichnet wird.
Latin Jazz
Bereits in den 40er Jahren experimentierten zum ersten Mal Jazz-Musiker mit lateinamerikanischen Rhythmen. Die Kombination aus afrikanischen und lateinamerikanischen Rhythmen und nordamerikanischen Jazz-Harmonien wird heute Latin Jazz genannt. Dabei werden hauptsächlich zwei Genres unterschieden – der brasilianische und der afro-kubanische Latin Jazz. Zur Unterscheidung sind vor allem die Rhythmen entscheidend, die entweder in kubanischer oder brasilianischer Tradition stehen.
Der afro-kubanische Latin Jazz hat mit dem Musik-Projekt „Buena Vista Social Club“ in den letzten Jahren ein Revival gefeiert. Dabei sorgte vor allem der 2003 verstorbene kubanische Pianist Rubén González für die Jazz-Harmonien.
Electrotango
Der Tango Argentino wurde mit elektronischen Sounds und Beats gemischt. Entstanden ist eine sphärische Musik, die häufig in stylischen Bars oder Restaurants zu hören ist, aber auch ganz bewusst genossen werden kann. Der Tango wird häufig mit Funk-Beats wie beim Trip Hop oder mit einem House-Beat unterlegt. Den Durchbruch mit Electrotango erreichte die französische Band Gotan Project mit ihrem Debütalbum „La Revancha del Tango“.
Latin House
Traditionelle Samba-, Salsa- und Merengue-Rhythmen verschmelzen mit dem typischen House-Beat. Latin-House beinhaltet oft auch melodiöse Elemente wie Piano-Riffs oder Bläsereinlagen, die für die Lateinamerikanische Musik charakteristisch sind. Der Musikstil ist anfangs der 90er Jahre als Untergenre der House Musik entstanden.





