Mexiko
Geografie
- 104'959'594 (Juli 2004)
- 1'972'550 Quadratkilometer
- MEZ minus 7 bis 9 Stunden (minus 8 bis 10 während europäischer Sommerzeit)
- Mexico City (2240 m ü M), rund 20 Mio. Einwohner (Hauptstadt)
- Guadalajara (1540 m ü M), rund 1.7 Mio. Einwohner
- Popocatépetl 5452 m
- Pico de Orizaba 5611 m
- 9330 km
Mexiko ist nach Brasilien und Argentinien das drittgrösste Land Lateinamerikas. Es liegt auf nordamerikanischem und mittelamerikanischem Gebiet. Es besitzt eine komplizierte geografische Struktur, die vor allem durch das trockene nördliche Hochland dominiert ist und rund die Hälfte Mexikos einnimmt. Das Mittelland, am südlichen Ende des Hochlandes, bildet das Herz Mexikos, wo sich die Hauptstadt Mexiko City befindet und die höchsten Vulkane und Berge in den Himmel ragen. Weiter südlich befindet sich das Hochland von Chiapas, in dessen Osten ein tropischer Regenwald bis in den Norden von Guatemala hineinreicht. Der Regenwald läuft in der flachen, tropischen Savanne auf der Halbinsel Yucatán aus, wo sich die bekannten karibischen Strände befinden.
Flora und Fauna
Durch die geografische Lage Mexikos besitzt das Land eine einzigartige Zusammensetzung von Flora und Fauna. In keinem anderen Land gibt es so viele verschiedene Ökosysteme. Der breite Temperaturbereich ermöglicht eine vielfältige Pflanzenwelt mit Steppen, Dornstrauchvegetationen und tropischem Regenwald an den feuchten Berghängen im Süden. In den höchstgelegenen Klimazonen Mexikos findet sich sogar arktische Vegetation. Wie bei den Pflanzen bietet Mexiko auch bei den Tieren eine ausserordentliche Vielfalt. Wölfe, Kojoten, Pumas und Nasenbären tummeln sich in den Bergen, Schildkröten, Schlangen und Echsen bevölkern die tieferen Gebiete. Mexiko besitzt die artenreichste Reptilienfauna der Welt.
Gesellschaft
- Mestizen (60%)
- Indigene Bevölkerung (30%)
- Spanischstämmige (9%)
- Andere (1%)
- Spanisch
- Mehrere indigene Sprachen (z.B. Nahuatl, Mayan)
- ca. 75 Jahre (Männer 72, Frauen 78)
- 24.6 Jahre
- 40% unter der Armutsgrenze
- -4.87/1000 Einwohner
- Römisch-katholisch (89%)
- Protestantisch (6%)
- andere (5%)
Die Gesellschaft Mexikos ist vor allem durch die indianische und die spanische Kultur beeinflusst. Die Mexikaner bewerten den indianischen Einfluss positiver als den spanischen, so dass man kaum eine Statue von spanischen Eroberern sondern eher von aztekischen Herrschern wie Moctezuma oder Cuauhtémoc sieht. Trotzdem sind die Indigenas in Mexiko Bürger zweiter Klasse. Die Mestizen und die spanischstämmige Bevölkerung halten den Grossteil der gesellschaftlichen Machtpositionen inne.
Ein weiteres prägendes Element in Mexikos Gesellschaft ist das Machotum und der Nationalstolz. Das Machotum kann allenfalls mit der gewalttätigen Vergangenheit des Landes und dem traditionell starken Familiensinn erklärt werden. Der Nationalstolz rührt vor allem aus dem 11 Jahre dauernden Unabhängigkeitskrieg gegen die Spanier im 19. Jahrhundert und den anschliessenden Kämpfen gegen nordamerikanische und französische Eindringlinge.
Religion
Der Grossteil der mexikanischen Bevölkerung ist römisch-katholisch. Das wichtigste Symbol der mexikanischen Kirche ist die Jungfrau von Guadalupe, die einem indigenen Mexikaner im Jahre 1531 erschienen sein soll. Sie repräsentiert die Verbindung des katholischen Glaubens zu den indianischen Religionen. Denn die indianischen Christen verbinden auch heute noch stark das Christentum mit ihren traditionellen Religionen.
Geschichte
- Olmeken
- Maya
- Tolteken
- Azteken
- 1521
- 1821
- 16. September
- Mariachi Musik
- Verschiedenste Son-Stile
- Jarabe (Mexican Hat Dance)
- Corrido
- Chili
- Taco
- Cuacamole (Dip aus Avocado und Tomaten)
- Cochinita Pibil (Im Bananenblatt gegartes Schweinefleisch)
- Mezcal (Branntweingetränk aus Agaven, Bsp: Tequila)
Bereits sehr früh entwickelten sich in Mexiko Zivilisationen, wie die der Olmeken, der Mayas oder der Tolteken. Im 12. Jahrhundert begann die Zeit der Azteken. Sie drangen aus der heutigen Gegend von New Mexiko und Arizona in den Süden ein und gründeten die Siedlung Tenochtitlán. Sie dehnten ihr Einflussgebiet aus und waren im 15. Jahrhundert die vorherrschende Macht im zentralen und südlichen Mexiko. Nach mehreren Kämpfen im Jahr 1520 nahmen die Spanier unter Hernán Cortés Tenochtitlán ein. Die Spanier herrschten 300 Jahre lang. Diese Zeit war geprägt durch die Ausbeutung und Versklavung der indianischen Bevölkerung. Nachdem der Kampf gegen die spanische Regierung mit dem Aufruf von Miguel Hidalgo y Costilla 1810 begann, erreichte Mexiko 1821 mit dem Vertrag von Cordóba die formelle Unabhängigkeit.
Im Mexikanischischen Krieg von 1846 bis 1848 verlor Mexiko etwa die Hälfte des Staatsgebietes an die Vereinigten Staaten. Der Bürgerkrieg von 1910 bis 1920 um die Macht im Land ging als die Mexikanische Revolution in die Geschichte ein.
Kultur
Die mexikanische Kultur hat indianische, spanische und US-amerikanische Einflüsse. Während auf dem Land vor allem der Einfluss der Nachfahren der Maya, Tolteken und Azteken in die Kultur einfliesst, sind die Kunstwerke und die Architektur in den Städten von französischer, spanischer und US-amerikanischer Prägung. In der Musik gingen die indianischen Einflüsse praktisch verloren, da die spanischen Eroberer den Indianern die europäische Musik aufzwangen. Die ursprünglich europäische Musik hat sich bis heute aber zu zahlreichen mexikanischen Musikstilrichtungen weiterentwickelt.
KÜCHE
Auch in der Küche gibt es in Mexiko Unterschiede zwischen Küste, Hochland, Süden und Norden. So wird im Süden vor allem Chili angeboten, während Rindfleisch die im Norden am meisten gebrauchte Zutat ist. Zu fast jeder Speise werden Maistortillas serviert.
Politik
- Präsidiale Bundesrepublik
- 31 Estados
- Guerillabewegung der Zapatistas im Bundesstaat Chiapas (bis heute)
- Nuevo Peso
- Verarbeitete Produkte
- Erdöl
- 9000$
Seit Juli 2000 ist in Mexiko die Konservative Partei PAN an der Macht. Vorher regierte in Mexiko 71 Jahre hintereinander dieselbe Partei, die Partei der institutionalisierten Revolution (PRI). Während der Regierungszeit der PRI wurden die Institutionen des Staates und der regierenden Partei nicht klar getrennt, so dass es bei Wahlen häufig zu Unregelmässigkeiten kam. Die Wahl im Jahre 2000 wurde vielerorts als die fairste in Mexiko seit der Revolution bezeichnet. Aufgrund des grossen Wohlstandsgefälles zwischen Mexiko und seinem nördlichen Nachbar, den USA, ist die Nordgrenze ein wichtiges Thema in Mexikos Aussenpolitik. Die USA kämpfen seit langem gegen illegale Einwanderer aus Mexiko. Ein innenpolitisches Thema ist der Konflikt mit den Zapatisten im Bundesstaat Chiapas im Süden Mexikos. Bei den Zapatisten handelt es sich um eine Guerillabewegung der indigenen Bevölkerung, deren Ziel eine Demokratisierung des Landes und eine Verbesserung ihrer sozialen Situation ist.
Wirtschaft
Mexiko hat sich von einer rohstofforientierten Wirtschaft zu einem halbindustrialisierten Land entwickelt. Seit dem Beitritt zur Nordamerikanischen Freihandelszone im Jahre 1994 ist die Bedeutung der USA als wichtigster Handelspartner noch gestiegen. Die wirtschaftliche Situation hat sich aber seither nur unwesentlich verbessert. Von 1994 bis 1995 erlitt Mexiko eine Devisenkrise, die in einer hohen Inflationsrate und einem grossen Leistungsbilanzdefizit seine Ursache hatte. Es dauerte Jahre bis sich das Land davon erholt hatte.





