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Bekannte Schauspieler:
Antonio Banderas (Spanien)
Penélope Cruz (Spanien)
Salma Hayek (Mexiko)
Gael García Bernal (Mexiko)
Benicio del Toro (Puerto Rico)
Javier Bardem (Spanien)
Ricardo Darín (Argentinien)
Jennifer Lopez (USA/Puerto Rico)

 

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Kino und Film werden häufig auf Hollywood reduziert. Besonders in den letzten Jahren sind jedoch auch spanische und lateinamerikanische Filme immer populärer geworden.
Das spanischsprachige Kino ist sehr vielfältig. Häufig beschäftigen sich die spanischen und lateinamerikanischen Regisseure mit sozialkritischen Themen oder zwischenmenschlichen Beziehungen.
Mit einer Mischung aus Sozialkritik und Unterhaltungskino ist es den spanischsprachigen Regisseuren gelungen, Filmfans in der ganzen Welt zu begeistern.

Die grössten Filmproduzenten der spanischsprachigen Welt sind Spanien, Argentinien und Mexiko. Alljährlich werden in Spanien die einheimischen Filmschaffenden mit dem „Goya“, dem Pendant zum amerikanischen „Oscar“ geehrt. Jeweils im September findet im baskischen San Sebastian ein Filmfestival statt, welches internationale Beachtung findet.

Die folgenden Filme lockten in den letzten Jahren auch hierzulande viele Filmfans in die Kinos.

Amores Perros (Mexiko, 2000)

Liebe, Hass, Träume und Tod in der Millionen Stadt Mexiko-City. Der mexikanische Regisseur Iñárritu verknüpft in seinem Spielfilmdebut aus dem Jahre 2001 auf raffinierte Art und Weise drei Geschichten. Das Schicksal führt alle Protagonisten der drei Episoden bei einem Autounfall zusammen. „Amores Perros“ heisst übersetzt Hundeliebe. Und die Hunde sind es denn auch, die wie ein roter Faden durch die drei Geschichten führen.
Der Film sorgte für Furore und machte sowohl den Regisseur als auch den Schauspieler Gael García Bernal international bekannt. Bernal spielte später in weiteren erfolgreichen spanischsprachigen Filmen mit, unter anderem als Ché Guevara in „Diarios de Motocicleta“.

 

 

Mar adentro (Spanien, 2004)

 

Seit seinem Sturz ins flache Wasser vor mehr als 20 Jahren ist Ramón Sampedro vom Hals abwärts gelähmt. Der freiheitsliebende galizische Seemann wünscht sich nichts sehnlicher, als aus seinem Körper ausbrechen zu können und in Würde zu sterben. Der Film des spanisch-chilenischen Doppelbürgers Alejandro Amenábar thematisiert auf eindrückliche und bewegende Art und Weise was der Wunsch nach dem eigenen Tod sowohl in der Familie als auch in der Öffentlichkeit bewirkt. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte, die in den 90er Jahren in Spanien für grosses Medien-Echo sorgte und die Diskussion um die aktive Sterbehilfe anheizte.
Mar adentro erhielt 2005 den Oscar für den besten ausländischen Film. Amenábar hatte bereits bei den Filmen „The others“ mit Nicole Kidman oder „Abre los ojos“ Regie geführt. „Abre los ojos“, dessen Drehbuch der Regisseur selbst schrieb, wurde später in Hollywood unter dem Titel „Vanilla Sky“ neu verfilmt. Sowohl im Original als auch im Remake hatte die spanische Schauspielerin Penélope Cruz die Hauptrolle inne.

 

 

El hijo de la Novia (Argentinien, 2001)

Rafael, ein gestresster Restaurant-Besitzer in der Midlife-Crisis, ist mit seinem Leben unzufrieden. Nicht nur von seiner geschiedene Ehefrau und seiner junge Freundin fühlt er sich bedrängt. Jetzt will sein Vater der von Alzheimer erkrankten Mutter auch noch eine kirchliche Heirat zum Geburtstag schenken. Und Rafael soll die Hochzeit seiner Eltern organisieren. Nach einem Herzinfarkt besinnt er sich auf das, was ihm wirklich wichtig ist: Die Menschen die ihm nahe stehen.
„El hijo de la Novia“ ist ein warmherziger, unterhaltsamer Film voll von argentinischem Charme. Der Film des Regisseurs Campanella wurde 2001 für den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film nominiert.

 

 

Machuca (Chile, 2004)

Der Film erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zweier 11jähriger Jungs kurz vor dem Militärputsch von 1973 gegen Salvador Allende. Gonzalo wächst wohl behütet in guter Gegend der chilenischen Hauptstadt auf, während sein neuer Freund Machuca in den Elendsvierteln Santiagos lebt. Trotz aller Gegensätze und Silvana, in die sich beide verlieben, scheint die beiden nichts trennen zu können. Doch die wirtschaftlichen und politischen Spannungen in Chile fügen auch dieser speziellen Freundschaft Risse zu.
Die eindrückliche Leistung der jungen Schauspieler und die bewegenden Bilder machen den Film von Andrés Wood zu einem berührenden Erlebnis.

 

 

Todo sobre mi madre (Spanien, 1999)

Die Tragikkomödie beschreibt die Suche Manuelas nach dem Vater ihres verstorbenen Sohnes in Barcelona. Nachdem sie die Stadt vor 18 Jahren nach einer unglücklichen Liebesgeschichte verlassen hatte, wird sie nun wieder mit den damaligen Träumen und alten Bekannten konfrontiert. Vereinnahmt von starken Gefühlen der Freundschaft, der Trauer und der Liebe vergisst sie die Suche nach dem Vater ihres Sohnes. Wie in den meisten anderen Geschichten des spanischen Filmemachers Pedor Almodóvar suchen auch in diesem, mit einem Oscar gekrönten Werk, gesellschaftliche Randfiguren nach Beziehungen, Wärme und Nähe. Almodóvar ist wohl der bekannteste zeitgenössische spanische Regisseur. Unter anderem feierte er mit „Hable con ella“, „¡Átame!“ oder „La mala educación“ grosse Erfolge.

 

 

El viaje (Argentinien, 1992)

 

Der 17jährige Martín Nunca aus Ushuaya, dem südlichsten Zipfel Argentiniens, macht sich mit dem Fahrrad auf, seinen Vater zu suchen und lernt dabei Südamerika kennen. Er begibt sich auf die Spuren der alten Mythen und der Geschichten der Indios und entdeckt dabei auch die bedenklichen sozialen und ökologischen Zustände des Subkontinents. Der argentinische Regisseur Fernando Solanas lässt Fantasie und Realität ineinander fliessen. Mit grotesken Bildern, wie zum Beispiel der überschwemmten Kloake Buenos Aires, lässt er den Zuschauer die wahre Wirklichkeit erkennen. Die Entdeckungsreise ist in die traumhaften Bandoneonklänge von Astor Piazzolla eingebetet.
Solanas ist mit dem Film „La hora de los hornos“ aus dem Jahre 1968 einer der Begründer des politischen Kinos in Argentinien. Seine beiden späteren Werke „Sur“ und „El viaje“ gehören zu den erfolgreichsten Filmen Lateinamerikas.

 

 

Te doy mis ojos (Spanien, 2003)

Die junge Mutter Pilar flieht mitten in der Nacht mit ihrem Kind aus ihrer eigenen Wohnung und zieht zu ihrer Schwester. Sie erträgt die Wutausbrüche ihres Ehemannes Antonio nicht mehr, nachdem sie seine Schläge jahrelang aus Liebe zu ihm über sich ergehen lassen hat. Antonio will seine Frau nicht verlieren und geht zum Psychiater, um seine Gewaltanfälle in den Griff zu kriegen.
Die spanische Regisseurin Icíar Bollaín ist das Thema der häuslichen Gewalt aus einer ungewohnten Perspektive angegangen. Sie zeigt nicht nur die Verzweiflung der Frau als hilfloses Opfer, sondern auch die Hilflosigkeit des Mannes als Täter und die Liebe der beiden zueinander. So wünscht man sich als Zuschauer nicht Bestrafung für den Täter und Genugtuung für das Opfer, sondern dass das Ehepaar gemeinsam den Abgrund überwinden kann. Der Film wurde 2004 in Spanien mit dem Goya als bester Film ausgezeichnet.

 

 

Diarios de motocicleta (USA, 2004)

Der 23jährige Medizinstudent und spätere Revolutionsheld Ché Guevara bricht auf, um Südamerika zu erkunden. Ein altes Motorrad und sein Freund begleiten ihn dabei. Auf der Suche nach Vergnügen und Abenteuer lernen sie das wahre Lateinamerika mit seinen Gegensätzen, der Unterdrückung, Ausbeutung aber auch den landschaftlichen Schönheiten kennen. Die Reise lässt die beiden Abenteurer sichtlich reifen.
Der Film des Amerikaners Walter Salles beruht auf den Aufzeichnungen einer Südamerika-Reise des jungen Ché Guevaras. Die wunderbaren Bilder der atemberaubenden Landschaften dürften dem Zuschauer am längsten in Erinnerung bleiben.

 

 

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