Argentinien
Geografie
- 39'144'753 (Juli 2004)
- 2'766'890 Quadratkilometer
- MEZ minus 4 Stunden (minus 5 während europäischer Sommerzeit)
- Buenos Aires (20 m ü M), rund 13 Mio. Einwohner (Hauptstadt)
- Córdoba (390 m ü M), rund 1.75 Mio. Einwohner
- Mendoza (707 m ü M), rund 0.15 Mio. Einwohner
- Aconcagua 6958 m
- Bonete 6872 m
- Ojos del Salado 6863 m
- 4989 km
Argentinien, das zweitgrösste Land Südamerikas, besteht aus Gebirgsregionen, Hochlandgebieten und Ebenen. Im Westen des Landes befindet sich die Bergkette der Anden, welche die natürliche Grenze Argentiniens zu seinen Nachbarländern Chile und Bolivien bildet. Östlich der Anden besteht Argentinien hauptsächlich aus Ebenen. Im Norden befindet sich der Gran Chaco, eine Schwemmlandebene. Weiter südlich, rund um die Region vom Ballungszentrum Buenos Aires, breitet sich die baumlose Pampa aus, welche den produktivsten landwirtschaftlichen Abschnitt darstellt. Das im Süden Argentiniens liegende Patagonien besteht hauptsächlich aus einer trockenen Steppenlandschaft und ist sehr dünn besiedelt. Am untersten Ende des Kontinents liegt Feuerland, eine antarktische Insel, die sich Argentinien mit Chile teilt.
Flora und Fauna
Die grosse Fläche Argentiniens beherbergt verschiedenste Klimazonen, so dass die Vegetation und die Tierwelt je nach Gebiet sehr unterschiedlich ist. Ganz im Norden, in den tropischen und subtropischen Regenwäldern, ist die Artenvielfalt besonders ausgeprägt. In der baumlosen und mit verschiedensten Gräsern bewachsenen Pampa leben unter anderem Gürteltiere, Füchse, Wölfe, Hirsche und zahlreiche Greifvögel. In Patagonien und in Feuerland ist das Tierleben artenärmer und die Landschaft karger. Die Vorgebirge der Anden sind mit Nadelbäumen bedeckt und in den kalten Andenregionen finden sich die für diese Gegend typischen Guanakos, Vikuñas und Kondore.
Gesellschaft
- Mestizen, Indigenas und andere (3%)
- Spanisch- und Italienischstämmige (97%)
- Spanisch
- ca. 76 Jahre (Männer 72, Frauen 80)
- 29.2 Jahre
- 51.7% unter der Armutsgrenze
- 0.61/1000 Einwohner
- Römisch-katholisch (92%)
- Protestantisch (2%)
- Jüdisch (2%)
- andere (4%)
Die Gesellschaft Argentiniens ist stark europäisch geprägt. Mehr als 90 Prozent aller Argentinier sind europäischen Ursprungs, wobei vor allem italienische und spanische Nachfahren in Argentinien leben. Die indigene Bevölkerung bildet eine Minderheit, von der nur wenige noch in ihren angestammten Siedlungsgebieten leben. Die meisten leben wie rund 90 Prozent aller Argentinier in den Städten. Durch die Zuwanderung aus anderen lateinamerikanischen Ländern nimmt die Zahl der Slumbewohner in den Städten stetig zu. Zudem haben die wirtschaftlichen Krisen in den 90er Jahren und um die Jahrtausendwende zu einer zusätzlichen Verarmung der Bevölkerung geführt. Das Wohlstandsgefälle ist in kaum einem anderen Land so gross wie in Argentinien. Neben der sozialen Ungleichheit zwischen einzelnen Personen existiert auch ein Gefälle zwischen den Regionen. So ist die Armutsrate in Buenos Aires etwa halb so hoch wie im Landesdurchschnitt.
Religion
Offiziell sind mehr als 90 Prozent der Argentinier römisch-katholischen Glaubens. In Tat und Wahrheit ist es aber ein kleiner Teil der Bevölkerung, der diesen Glauben auch praktiziert. Im Nordwesten Argentiniens haben sich die christlichen Riten mit den Religionen der Ureinwohner vermischt. In den Städten findet man auch protestantische Argentinier und Einwohner jüdischen oder muslimischen Glaubens.
Geschichte
- Mapuche
- Inka
- Querandies
- Tehuelches
- Quilmes
- 1580
- 1816
- 25. Mai (1810), Tag der Revolution
- Tango
- Milonga
- Cuarteto
- Asado (Grillfest der Superlative)
- Empanada (Pastete mit verschiedensten Füllungen)
- Mate (Aufgussgetränk aus dem Matekraut)
Die Inkas expandierten im 13. und 14. Jahrhundert ihr Reich bis in den Norden Argentiniens. Im Verlaufe der Kolonialisierung Südamerikas eroberten die Spanier das Gebiet Argentiniens, indem sie von Peru und vom Atlantik her ins Landesinnere vorrückten. 1580 konnten sie sich dauerhaft in der neu gegründeten Stadt Buenos Aires am Rio de la Plata etablieren. Mit dem gewonnen Befreiungskrieg im Jahre 1816 erlangte Argentinien die Unabhängigkeit von der spanischen Krone. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Entwicklung Argentiniens von Bürgerkriegen und Diktaturen geprägt. Um die Jahrhundertwende befand sich das Land in einer wirtschaftlichen Hochkonjunktur was zahlreiche Immigranten aus Spanien und Italien anzog. Während der Amtszeit Perons Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Argentinien industrialisiert. Im Jahre 1976 kam es zu einem Umsturz, welcher eine Militärjunta an die Macht brachte. In den folgenden sieben Jahren bis zur Rückkehr zur Demokratie verschwanden gegen 30'000 Personen.
Kultur
Die Kultur Argentiniens ist stark europäisch beeinflusst. Nur in der Volkskunst überwiegt das indianische Erbe. Der weltweit bekannte Tango ist nicht nur ein Musikstil, sondern ein gesamtkulturelles Phänomen Argentiniens. Er umfasst neben der Musik auch Textdichtung und die tänzerische Interpretation und definiert die kulturelle Identität der Porteños, der Bewohner Buenos Aires. Mit der politischen Unabhängigkeit erlangten die Argentinier im 19. Jahrhundert auch die literarische Unabhängigkeit von Spanien. Häufig wurde das Leben der Cowboys der Pampa, der Gauchos, thematisiert. Einer der berühmtesten argentinischen Schriftsteller ist Jose Louis Borges. Argentinien ist ausserdem ein Filmland. Der erste Stummfilm wurde dort bereits 1896 produziert.
KÜCHE
Das typische argentinische Essen ist das Asado, Rind- und Lammfleisch über dem offenen Feuer gegrillt. Die argentinischen Steaks sind legendär. Die Italienischen Einwanderer hatten auch grossen Einfluss auf die Küche Argentiniens. Pasta und Pizza sind weit verbreitet.
Politik
- Republik
- 23 Provincias
- Falklandkrieg gegen Grossbritanien (1982)
- Peso Argentino (ARS)
- Speiseöl
- Energie und Brennstoffe
- Getreide
- Autos
- Lebensmittel
- 11'200$
Das Staatsoberhaupt Argentiniens ist der Präsident. Er wird für vier Jahre vom Volk gewählt. Das Parlament besteht aus einem Abgeordnetenhaus und dem Senat. Die Abgeordneten werden ebenfalls vom Volk direkt für vier Jahre gewählt, während dem die Senatoren für neun Jahre von den Provinzen bestimmt werden. Die Politik Argentiniens wird vor allem von zwei Parteien bestimmt, von der Alianza und dem Partido Justicialista, dessen Mitglieder Peronisten genannt werden. Seit Ende der 90er Jahre finden die politischen Diskussionen hauptsächlich zwischen den Flügeln der Peronisten statt, die ideologisch sehr unterschiedlich sind. Die Wirtschaftskrise von 1998 bis 2002, die in Argentinien ein wirtschaftliches und politisches Chaos verursachte, hat eine Debatte um politische Reformen angeheizt. Das heutige politische System wird von vielen als undurchsichtig und dem Personenkult und der Korruption förderlich bezeichnet.
Wirtschaft
In den 80er Jahren war die Hyperinflation das Hauptproblem der Wirtschaft Argentiniens. Die Bindung des Pesos an den Dollar löste dieses Problem und sorgte kurzfristig für einen Aufschwung. Langfristig führte die Massnahme aber zu überteuerten inländischen Produkten und damit zu vermehrtem Import von billigeren ausländischen Erzeugnissen, was das Land in die Verschuldung und zur Jahrtausendwende in die Wirtschaftskrise trieb. Trotzdem ist Argentinien das industriell am weitesten entwickelte Land Lateinamerikas und das potentiell reichste Agrarland der Welt.





